Religiöser Tourismus in Saudi-Arabien im Anstieg

Religious tourism

Das Königreich Saudi-Arabien hat Pläne veröffentlicht, nachdem das Land seine Rolle als führendes Reiseziel für religiösbedingten Tourismus weiter verstärken und die kulturelle Vielfältigkeit des Landes als Reisegrund ausweiten möchte, um die Wirtschaft zu fördern.

Dem Plan zur Folge, sollen die Visa-Regelungen für muslimische Pilger, das heißt jene, die nach Medina oder Mekka reisen, geändert werden um den Aufenthalt verlängern und anschließend weitere Städte und Gegenden bereisen zu können.

Ein großangelegtes Entwicklungsprojekt zum Ausbau der Infrastruktur, um kulturell interessante Standorte wie Mekka, Medina und Jeddah miteinander zu verbinden, ist bereits in Bearbeitung. Weitere touristische Anziehungspunkte, wie archäologische Ausgrabungsorte und Saudi-Arabiens vier UNESCO Weltkulturerbestätte, sollen weiterhin für Reisende zugänglich gemacht werden. Dem Konzept nach, soll der auf Religion basiernde Tourismus als ein Ausgangspunkt für weitere Tourismusziele, wie kulturell oder historisch wertvolle Anlaufstellen, dienen.

Tourismus als Teil der Vision 2030 – Ziele und Aufgaben

Tourismus in Saudi-Arabien generiert derzeit 2,7 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Der Großteil der Besucher reist in das Land mit dem sogenannten Hajj oder Umrah Pilger-Visum. Die Anzahl der Touristen mit einem Umrah-Visum soll von 8 Millionen in 2015 auf 15 Millionen in 2020, und auf 30 Millionen bis zum Jahr 2030, ansteigen.

Als Teil der saudi-arabischen Vision 2030, plant das Königreich mehrere Aufgaben umzusetzen, um seine signifikante Rolle in der arabischen und muslimischen Welt hervorzuheben. Im Rahmen der Vision 2030, soll unter anderem ein islamisches Museum als Referenzpunkt erbaut werden, um Besuchern und interessierten Menschen, die Geschichte des Islam näher zu bringen, sowie kulturelle Veranstaltungen und eine interaktive Beteiligung anzubieten.  Zusätzlich, soll die Kapazität und die Qualität der Dienstleistungen für Umrah-Besucher gesteigert werden. Diese Verbesserungen sollen zu einer rundum zufriedenstellenden Reiseerfahrung beitragen. Sowohl der öffentliche, als auch der private Sektor sollen hierbei eine signifikante Rolle in dem geplanten Ausbau einnehmen.

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