Saudi-Arabien Diversifiziert Energiequellen

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Der Nationale Transformationsplan (NTP) Saudi-Arabiens, legt die Pläne des Landes für verstärkte Investitionen der kommenden fünf Jahre im Versorgungssektor dar, einschließlich der vermehrten Erdgasproduktion und die Einführung weitangelegter Erzeugungskapzitäten.

Auf einer Konferenz im Februar diesen Jahres, erklärte Abdullah Al Hussayen, Minister für Wasser und Elektrizität, dass das Königreich mindestens 133,3 Millionen Dollar an Investitionen benötige, um den stetig wachsendem Bedarf an Energie bis zum Jahr 2026 nachzukommen. Es wird erwartet, dass der Energiebedarf von vier auf fünf Prozent pro Jahr ansteigen wird, so erklärte Prinz Sultan bin Salman bin Abdulaziz Al Saud, Vorsitzender des Rates für Wirtschafts- und Entwicklungsangelegenheiten. Letzlich soll sich dieser Bedarf bis zum Jahr 2030 verdoppeln.

Anstieg des Energiebedarfs

Ein Produktionsanstieg von Erdgas, ist nur eines der vielen Ziele des Königreiches, wenn es um die geplante Diversifizierung und Ausweitung der Energiekapazitäten Saudi-Arabiens, geht. Energieminister, Khalid Al Falih, gab weiterhin bekannt, dass erwartet wird, dass Gas eine der Hauptenergiequellen für das Königreich bei 2020 sein wird. Dies würde den Anteil von derzeit 50 Prozent auf 70 Prozent erhöhen. Er betonte des Weiteren, dass der Import von natürlichem Öl als Zusatz für alles was nicht lokal produziert werden kann, in Planung wäre.

Im Rahmen des NTP, soll zudem die Produktion von Erdgas um 50 Prozent pro Tag bis zum Jahr 2020 angehoben werden. Im Kontrast dazu, soll die Produktionskapazität für Öl unverändert bleiben bei 12,5 Millionen Barrel pro Tag.

Es wird erwartet, das eine höhere Erdgasproduktion die Nachfrage an Öl reduzieren wird, welche aktuell einen Anstieg im Zuge des Bevölkerungswachstum und einer vermehrtem Bauplanung erfährt. Die Reduzierung der lokalen Nachfrage an Öl, soll den Markt für einen erhöhten Export an Rohöl öffnen.

Derzeit wird rund 25 Prozent des Rohöls im Königreich, lokal verbraucht. Dem Energieminister nach, könnte die Nachfrage nach Öl, ein Hoch von 8,2 Million Barrel pro Tag bis zum Jahr 2030, erreichen.

Ausweitung von Energiekapazitäten

Zusätzlich zum Erdgas, welches eines der Fokuspunkte des Energieplanes Saudi-Arabiens ist, läßt der NTP vermuten, das ein Wandel hin zur vermehrten Nutzung von erneuerbaren und nuklearen Energien, stattfinden wird. Die Energiekapazität für erneuerbare Energie soll dabei auf 4 Prozent von derzeit null Prozent angehoben werden.

Die Regierung hat hier ebenfalls Bemühungen hervorgehoben, erneuerbare Energien als Ziel für das Jahr 2020 anzustreben. Bis zum Jahr 2030 wird angestrebt, dass 10 Prozent des Landesbedarfs an Energie durch erneuerbare Energie abgedeckt werden kann.

Nukleare Energie spielt weiterhin eine signifikante Rolle in den Zukunftsplänen des Königreiches. Der NTP spezifiziert zwar nicht die tatsächlich angestrebten Ergebnisse, setzt jedoch ein übergreifendes Ziel der Integrierung von nuklearer Energie in die aktuelle Mischung der Energiequellen, an. 30 Prozent sollen dabei lokal erstellt werden. Saudi-Arabien plant in den kommenden 20 Jahren, die Errichtung von 16 Reaktoren, wobei der erste bereits 2022 in Kraft treten soll.

Reformen und Restrukturierung durch Investitionen

Um die ambitionierten Pläne erfolgreich umsetzen zu können, arbeitet das Königreich an einer Reduzierung von staatlichen Subventionen und einer Umstrukturierung von Sektoren. Die Regierung hat sich dazu verpflichtet, die Erdgaspreise alle sechs Monate zu begutachten, um den Marktpreis auszubalazieren. Auch wenn dies höchstwahrscheinlich eine Fluktuation an Kosten für Elektrizitätserzeuger bedeutet, kann dies mehr Freiheit in der Kontrolle der Preise bedeuten.

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