Saudi Unternehmerin Paradebeispiel beim Women20 – Gipfeltreffen

Während das Women20 –Gipfeltreffen in Berlin große Wellen durch die Teilnahme von US-Präsidententochter Ivanka Trump schlug, nahm eine weitere Teilnehmerin der Veranstaltung einen, mit kritischen Augen betrachteten, Standpunkt ein.

Der Women20-Gipfel, wurde von einem hochkarätigem Panel geleitet, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland, und die niederländische Königin Maxima. Und während diese Frauen wichtige Fragen stellten und argumentierten, befand sich Bashma Omair im Zentrum einer weiteren hoch diskutierten Runde, rund um Unternehmertum, Geschlechtergerechtigkeit und das grundsätzliche Leben als Frau in Saudi-Arabien.

Bashma Omair leitet eine Organisation in Saudi-Arabien, die sich für die Rechte von Geschäftsfrauen einsetzt. Das dies überhaupt möglich ist, ist für viele eine Überraschung. So sind Fakten über Saudi-Arabiens Frauen, die nicht Auto fahren dürfen, weitaus mehr verbreitet, als die Vielzahl an Frauen in Führungspositionen. „Natürlich funktioniert Lobbyarbeit in Saudi-Arabien nicht so wie in Washington“, erklärte Omair hierzu in einem Interview mit dem Tagesspiegel.

Omair nutzt ihre Position, um für Frauenrechte im Land zu kämpfen. Das Gipfeltreffen in Berlin verhielf ihr dabei Ihre Stimme und ihre Agenda unter den Delegierten der G20-Länder zu verbreiten. „Ich sage immer: Wenn selbst der Prophet eine Chefin haben konnte, dann können Frauen heute auch Chefinnen sein“, so Omair und verwies damit auf ihre Organisation, Khadija, die die Geschichte der ersten Frau des Propheten Mohammed nutzt, um für ihre Zwecke Lobbyarbeit zu gestalten. „Auch durch diese besondere Art der Lobbyarbeit können Frauen in Saudi-Arabien heute in allen Wirtschaftsbereichen eine Zulassung erhalten und auch in Aufsichtsräten sitzen.“

 „Wir beschweren uns nicht, wir kommen voran.“, Bashma Omair.

Omair ist dabei ein Paradebeispiel für eine Frau und eine Unternehmerin, die in einem Land lebt, welches vielleicht nicht nach westlichem Vorbild entstanden ist, aber dennoch schlaue und gut organisierte Frauen in Führungspositionen hervorbringt, die sich auf gewandte Weise international Rückhalt verschaffen und durchaus als Vorbild für Frauen weltweit agieren können.

Finden Sie den vollständigen Artikel hierzu beim Tagesspiegel.