Saudischer Energieminister: Ende der Ölschwemme

Saudi Energy Minister

In seinem ersten Interview mit einem Nachrichtenmagazin seit seiner Ernennung zum saudi-arabischen Minister für Energie, Industrie und Mineralrohstoffen, erklärte Khalid Al-Falih dem Houston Chronicle gegenüber, dass er ein Ende der globalen Rohölschwemme sieht. „Wir sind am Ende.“, so Al-Falih und kommentierte weiter „Der Überschuß ist verschwunden. Jetzt arbeiten wir daran, mit dem verbleibenden Bestand aktiv zu arbeiten.“

Arbeiten mit dem bestehenden Ölinventar

“Die Frage ist nun, wie schnell kann der aktuelle Ölbestand abgearbeitet werden“, so Al-Falih, der zuvor im Vorstand des Großunternehmens Saudi Aramco gearbeitet hat, einem der größten Ölproduzenten der Welt.  “Wir tragen den Überhang an Lagerbeständen noch eine Weile mit uns herum, bis das System das abgearbeitet hat.”

Vision 2030: Wandel in eine Vielfältige Energiewirtschaft

Die saudische Regierung plant eine Reihe von Reformen und Investitionen in anderen Branchen umzusetzen, um die Ökonomie über den Rahmen der bestehenden Ölproduktion hinaus, zu erweitern. Dies soll unter anderem die Bereiche des Tourismus, der Dienstleistung, Bergbau, sowie erneuerbare Energien, betreffen. Die Vision 2030 setzt insbesondere für die Ölindustrie wichtige Ziele. So soll der Anteil an nicht-Ölexporten in nicht-Öl BIP von 16 Prozent auf 50 Prozent angehoben werden, sowie der Öl- und Gassektor verstärkt lokal eingearbeitet werden, mit einem geplanten Anstieg von 40 Prozent auf 75 Prozent.

In seinem Gespräch mit dem Houston Chronicle, kommentiere Al-Falih, dass die Ziele der Vision 2030 für den Ölsektor „auf einen drigenden Wandel der Situation hinweisen und aufzeigen, dass dieser Wandel schnell vorangehen soll. Aber niemand hat vor, die Ölproduktion Saudi-Arabiens vollständig einzustellen. Wir versuchen es aufzubauen. Aber wir hoffen zugleich, dass die Öl-unabhängige Industrie wesentlich schneller wachsen wrid.“

Lesen Sie hier das vollständige Interview mit dem Houston Chronicle.