Vize Kronprinz im MBC Interview: Reformen, Iran, Jemen

Saudi Kronprinz Salman
Vize Kronprinz Mohammed bin Salman in einem interview mit MBC.

In einem einstündigen Interview mit dem Fernsehsender MBC, diskutierte der Vize Kronprinz, Verteidigungsminister und stellvertretende Premier, Mohammed bin Salman, mit dem Journalisten Dawood Al-Shirian, Aspekte der Auslandspolitik, Reformen, sowie den Konflikt im Jemen und Beziehungen zum Iran.

Der Vize Kronprinz kommentierte zudem den aktuellen Stand der Vision 2030, einem Jahr nach der Veröffentlichung des Reformplanes. Die Öl-unabhängigen Einnahmen haben sich verdoppelt und das Haushaltsdefizit hat sich um 44 Prozent im ersten Quatarl diesen Jahres verringert. Diese Fiskalreform hat andere Sparmaßnahmen gelockert. Beispielsweise wurden Gehaltsvergütungen im öffentlichen Sektor wieder aufgenommen. „Wir glauben, dass es einen großen Anteil an Öl-unabhängigen Investitionschancen im Land gibt, die noch nicht ausgeschöpft worden sind. Der Börsengang von Aramco soll finanzielle Unterstützung für den öffentlichen Investmentsfonds bereitstellen“, so erklärte der Vize Kronprinz weiter.

Auslandspolitik: Iran und Jemen

In Bezug auf die Beziehung zum Iran, bemerkte der Vize Kronprinz, dass die extremistischen Ideologien des Irans und der vom Staat gesponserte Terrorismus Hindernisse für einen gemeinsamen Dialog wären. „Wie soll man mit jemandem oder einem Regime kommunizieren, dessen System auf etablierten extremistischen Ideologien basiert […] sie alle Muslime und die muslimische Welt kontrollieren wollen? Wie kann man sie überzeugen? Was sind unsere gemeinsamen Interessen? Wie sollte ich mit ihm vernünftig argumentieren?”

Der Vize Kronprinz kommentierte abschließend den aktuellen Konflikt im Jemen, welcher demnach von den Houtis aufgezwungen wurde und durch deren Aggressionen auch das Königreich bedrohte. „Wir wollten nicht in den Krieg ziehen, aber es kam zu einem Punkt wo wir uns entweder einmischen mussten oder mit einem schlimmereren Szenario zu rechnen hatten. […] Hätten wir länger gewartet, hätte sich das Kriegsgebiet auch auf saudi-arabisches Territorium übertragen.“

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